Vielen Dank für Ihre Antwort an die ESMA #ReplytoESMA

~ Update zum 1. August 2018 ~

Die endgültigen Interventionsmaßnahmen der ESMA für den Handel mit CFDs sind heute in Kraft getreten. Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der dazugehörigen ESMA-Webseite.

~ Aktualisiert am 27. März 2018 ~

Insgesamt wurden im Rahmen der Befragung 14.605 Antworten über diese Website eingereicht - davon 98,1% gegen die ESMA-Vorschläge.

Die ESMA hat, was Margin Close-Out Regeln angeht, auf die Händler gehört und ihre Politik entsprechend angepasst. Es gilt nun eine 50-prozentige Glattstellungsregel auf Kontoebene und nicht auf Positionsbasis. Wir möchten uns bei allen Händlern bedanken, die Ihre Meinung geäußert haben - Ihr wertvoller Beitrag hat zu einem positiven Wandel für die Branche und nicht zu einem Rückschritt geführt.

Die ESMA hat sich jedoch dazu entschieden, die einschlägige Meinung der Händler, was die Beschränkungen der Hebelwirkung angeht, außer Acht zu lassen. Infolgedessen wird die Einstiegs-Margin auf allen CFD- Märkten in der gesamten Branche steigen. Es ist enttäuschend, dass die ESMA entschieden hat, die Ansichten der Händler in diesem Fall zu ignorieren, aber seien Sie versichert, dass wir weiterhin die Ansicht vertreten werden, dass diese Änderungen der Hebelwirkung unverhältnismäßig sind.

Die Änderungen werden voraussichtlich Anfang Juli 2018 in Kraft treten. Sie können weiterhin alle Antworten auf diese Website sowie Antworten aus der Branche und eine Zusammenfassung der Ergebnisse lesen.

Alle Antworten einsehen | Zusammenfassung der Resultate | Reaktionen der Branche | Besuchen Sie die Website der ESMA

Mehr zu diesem Vorschlag

Die ESMA erwägt eine Reihe von Vorschlägen für Privatanleger, die dazu dienen sollen, Verhaltensstandards in der Branche zu erhöhen. Während viele der Vorschläge sinnvoll sind, gehen wir auf dieser Seite auf die beiden ein, die sich wahrscheinlich erheblich negativ auf den Handel auswirken werden.

Die ESMA schlägt eine 50% -Regelung für Margin Close-Outs auf Einzelpositionsbasis vor, anstatt auf Kontoebene.

Zur Verdeutlichung: Hätte ein CFD mit einer Hebelwirkung von 5: 1 eine anfängliche Marginrate von 20% des anfänglichen Gesamt-Exposure. Sollte die dieser Position zugewiesene Margin dann unter 10% des ursprünglichen Gesamt-Exposure fallen, würde der CFD nach dem ESMA-Vorschlag glattgestellt, egal wieviel Geld auf dem Konto zur Verfügung stünde Die Händler könnten jedoch entscheiden, ob Sie einer bestimmten Position, sowohl zum Zeitpunkt der Eröffnung der Position als auch während der Laufzeit dieser Position, einen zusätzlichen Margin- Spielraum zuweisen.

Wie könnte dieser Vorschlag Händler beeinflussen?

  • Angenommen, Sie haben 2.000 € auf Ihrem Konto und Sie öffnen eine DAX-Position mit einer erforderlichen Margin von 1.000 € Margin. Wenn diese Position einen Verlust von 500 € hat (wodurch 500 € als Margin verbleiben), wird Ihr Broker gezwungen, Ihre Position zu schließen, unabhängig von dem Bargeld auf Ihrem Konto und unabhängig von Gewinnen auf anderen Positionen.
  • Stellen Sie sich anhand des obigen Beispiels vor, dass Sie sich entscheiden, die gesamten 2000 € der gleichen DAX-Position zuzuordnen. Die ESMA-Vorschläge zwingen Ihren Broker, die Position zu schließen, wenn der laufende Verlust 1.500 € beträgt (2.000 € minus 500 €). Dies liegt daran, dass die Position geschlossen werden muss, wenn die verbleibende Margin, die dieser Position zugewiesen wird - nach dem Laufverlust - 50% der anfänglichen Marginanforderung entspricht.

    Zusammenfassung: Die anfängliche Marge beträgt 1000 €, und 50% davon sind 500 €. Sie weisen der Position 2.000 € zu. Wenn nur 500 € der 2.000 € übrig sind, muss die Position geschlossen werden.

Obwohl die Berücksichtigung des Risikos bei jeder Position enorm wichtig ist, sind diese Regeln komplex und undeutlich. Und das Risiko besteht darin, dass Händler ihre Zuteilung der Margin von einer Position zu einer anderen wechseln müssen, um die Wahrscheinlichkeit zu minimieren, dass jede Position geschlossen wird, selbst wenn sich ihr Gesamtkonto im Gewinn befindet.

Die vollständigen Vorschläge können Sie hier nachlesen. Erfahren Sie auch, was Branchenführer dazu sagen.

Ludwig Zu restriktiv, da zu kapitalintensiv! Die Maßnahmen werden viele Kunden von einem CFD Handel abschrecken. Es wird weniger getradet.

Frank Das wird zur Folge haben, das kleinere Händler nicht mehr handeln können. Die geforderten Marginsätze sind viel zu hoch, eine Verzehnfachung des Marginsatzes z.B. beim Dax ist einfach Wahnsinn, welcher normale Händler soll sich das noch leisten können. Was soll diese Erhöhung den bewirken ? Dass die großen den Markt für sich haben, weil die kleinen das nicht mehr bezahlen können ? Ich bin ausdrücklich gegen die Erhöhung der Marginsätze.

Andreas Ich finde diese neue Maßnahme unnötig und bringt weitere Einschränkungen. Es ist in der Art wie es derzeit reguliert ist vernünftig und korrekt. Ich denke nicht, dass hier noch weitergehende Maßnahmen nötig sind. Im Gegenteil würde eine neue Maßnahme wie die von der ESMA vorgeschlagene den Privatanlegern den Handel stark einschränken. Ich würde mich dagegen aussprechen.

Matthias CLose Out auf Einzelpositionen geht gar nicht! wie soll das beim Spreadhandel funktionieren, wo ein Leg in den Gewinn und ein LEg in den Verlust läuft ? oder hedgetrades mit Optionen ? Lassen SIe das weiterhin den Broker berechnen, die haben das Risikomanagement doch sehr genau ausgetüftelt - gerade bei Kunden mit Portfolio-Margin.

Dirk Der Aktienhandel ist bekannt dafür, das man nur Geld investieren sollte, dass man nicht mehr benötigt. So auch im CFD-Bereich. Des Weiteren haben alle erfolgreichen Trader irgendwann gelernt mit großen Hebel umzugehen, wieso also regulieren? Wir sind immernoch unseres glückes eigener Schmied. Also lasst alles so wie es ist. Kann mir nicht vorstellen das sich jemand beschwert hat. Und der Stopout ist mal der größte Blödsinn. Ihr wollt erreichen das die Neueinsteiger weniger riskieren und somit weniger verlieren? Dann erreicht ihr genau damit das Gegenteil, wenn man unerfahren bei 50% der Position im Minus ausgestoppt wird. Da kann man doch fast nur verlieren. Nicht zu vergessen die ansteigenden Einstiegspreise zwingen Anfänger gerade dazu mehr zu Investieren und somit mehr zu verlieren. Wozu sind denn CFD's dann noch gut? Durch den Verbot der Binären Optionen und den Verbot des Mindesteinschuss habt ihr alles richtig gemacht, aber nun versuchen das funktionierende System umzuschmeißen, dass viele nach etlichen Jahren grundlos umdenken müssen. Lasst die Hebel und den Margin call bitte bitte genau so wie er ist. Auch wenn ich kein Autofahren kann, muss ich lernen mir das selbst einzugstehen und nicht durch ein Verbot der schlecht fahrenden Autofahrer den Führerschein zu bekommen!

David Die Maßnahmen der ESMA hinsichtlich Hebelbeschränkung und Margin-Close-Out auf Positionsebene sind viel zu drastisch und schränken das Recht der Anleger - nämlich eigenverantwortlich über das Risiko was sie eingehen möchten zu entscheiden - dramatisch und unnötig ein. Eine solche Beschneidung nimmt private Anleger mit kleineren Konten praktisch aus dem Markt und ist eine Frechheit gegenüber denjenigen die seit Jahren verantwortungsbewusst, seriös und erfolgreich mit CFDs handeln. Die Risikobeschränkung durch Abschaffung der Nachschusspflicht ist aus meiner Sicht völlig ausreichend, da das Maximalrisiko damit beziffert ist. Ich bin ein erwachsener und mündiger Mensch und habe bei meinem Broker unterschrieben, dass ich mit den Risiken des Margin-Handelns vertraut bin. Alles was jetzt noch darüber hinausgeht ist Beraubung der Persönlichkeitsrechte. Bitte finden Sie andere Wege und lassen es bei den derzeitigen Regelungen.